Spatenstich für das Seniorenzentrum Bergtheim

Raiffeisenbank baut Pflegeplätze und Servicewohnungen

Bergtheim. Der Neubau des Seniorenzentrums in Bergtheim hat begonnen. Über das Erd- und Erstgeschoss verteilt wird es 51 Pflegeplätze haben. Dazu kommen im zweiten Stockwerk 19 „Servicewohnungen“ zwischen 45 und 75 qm.

Diese Wohnungen können von Mitgliedern der Raiffeisenbank Estenfeld-Bergtheim eG als Eigentumswohnungen gekauft werden. Servicewohnen, das bedeutet, dass die Eigentümer die Serviceleistungen der Senioreneinrichtungen des Landkreises in Anspruch nehmen können.

Mit dem Bau des Seniorenzentrums im neuen Baugebiet „Am Sommerain II“ am nördlichen Ortsrand der Gemeinde betritt die Raiffeisenbank Estenfeld-Bergtheim eG Neuland. Zum ersten Mal gehen die Banker unter die Bauleute. „50 Prozent der Menschen im Einzugsgebiet unserer Bank mit den Filialen in Bergtheim, Estenfeld, Kürnach und Unterpleichfeld sind Mitglied bei uns“, erläuterte Bankvorstand Edgar Bauer beim symbolischen Spatenstich am 11. Juni 2018.

„Wir bauen für unsere Mitglieder und fühlen uns in dieser Rolle recht gut“, schmunzelte er zusammen mit seinem Vorstandskollegen Johannes Flammersberger und dem designierten Vorstand Franz-Josef Hartlieb.

Das spezifische Know-how zum Bauen eines Hauses für pflegebedürftige und ältere Menschen habe die Genossenschaftsbank natürlich nicht, gestand Vorstand Bauer. Deshalb wird die Bank als Bauherr vom Kommunalunternehmen des Landkreises (KU) beraten. Die Senioreneinrichtungen des Landkreises Würzburg werden das Pflegeheim nach der Fertigstellung von der Bank langfristig mieten und damit ihr achtes Pflegeheim im Landkreis Würzburg eröffnen.

Zwischen der Bank, dem KU und der Gemeinde sei bereits „eine sehr angenehme Partnerschaft entstanden“. Mit dem Spatenstich ist ein bildhafter Meilenstein dieser Zusammenarbeit gesetzt worden. Das dreistöckige Haus wird auf 4500 qm Grund gebaut und rund neun Millionen Euro kosten.

„Das Seniorenzentrum ist ein großer Baustein für die Entwicklung unserer Gemeinde“, freut sich Bürgermeister Konrad Schlier. Es sei „wunderbar“, dass sich für die Bergtheimer Bürger dank der aktuellen Bautätigkeiten an der Grundschule und den Kindergärten „ein Bogen vom kleinen Kind bis ins Alter spannt“. Schliers Wunsch sei nun eine weitere Bushaltestelle am künftigen Kindergarten, dem Seniorenzentrum, dem Einkaufszentrum im nahen Gewerbegebiet und einem geplanten Ärztehaus.

Für die Bushaltestelle will sich Landrat Eberhard Nuß einsetzen. Er lobte die „starke Gemeinschaft“ und die dezentrale Versorgung für Menschen jeden Alters. Damit würde der ländliche Raum gestärkt. „Auch im Alter wollen Menschen dort leben, wo sie geboren und aufgewachsen sind und gearbeitet haben“, meinte er und wies auf soziale Kontakte und Besuche aus dem Ort hin.

„Hier tun viele gute Menschen viel Gutes“, lobte Landrat Nuß die Bauherren, die politische Gemeinde, die Vertreter des KU Vorstand Prof. Dr. Alexander Schraml und Prokuristin Eva von Vietinghoff-Scheel, die Projektbetreuer und die Arbeiter am Bau.

Architekt Peter Menig und der technische Bereichsleiter Reinhold Walz von der Züblin Bau GmbH stellten beim Spatenstich das künftige Gebäude vor. Jedes Haus habe viele Funktionen, aber ein Pflegeheim mit all seinen gesetzlichen Vorgaben sei eine besondere Herausforderung. Mittlerweile habe die Züblin GmbH jedoch „viele Erfahrungen im Metier Pflege“. Sein Team stehe für Qualität und Regionalität, versprach Bereichsleiter Walz.

Das Seniorenzentrum in Bergtheim wird schlüsselfertig gebaut und dann dem Bauherrn übergeben. Im Herbst 2019 soll es bezugsfertig sein.

 

Dieser Artikel erschien in der Mainpost vom 18. Juni 2018.

Beim Spatenstich des Seniorenzentrums in Bergtheim. Von links: Andreas Faulhaber, Reinhold Walz, Franz-Josef Hartlieb, Matthias Rüth, Konrad Schlier, Steffen Guth-Portain, Edgar Bauer, Michael Kunz, Eva von Vietinghoff-Scheel, Christian Weis, Landrat Eberhard Nuß, Sandro Freund, Johannes Flammersberger, Peter Menig, Klaus Schauer, Prof. Dr. Alexander Schraml, Reinhold Hofmann und Christoph Hoffmann.